Infinitiv mit zu

Der „Infinitiv mit zu“ stellt eine anspruchsvolle sprachliche Konstruktion dar, die ein tiefgehendes Verständnis des kontextuellen Bezugs erfordert. Es ist jedoch ein äußerst bedeutsames Werkzeug, um die deutsche Sprache präzise und vielseitig einzusetzen, insbesondere bei der Bildung von Nebensätzen und komplexen Satzstrukturen.

Infinitiv mit zu: Ein Märchen

Es macht keinen Sinn, Listen zu lernen. Wortschatz ist immer Kontext gebunden. Aber eine kreative Lösung kann es sein, aus einer Überblicksliste eine eigene Geschichte, ein Märchen etc. zu schreiben. Dies ist ein Beispiel dafür, wie es aussehen könnte zum Thema Infinitiv mit zu. Das kann auch aufgeführt werden. Witzig ist es, den Text mit einem Standbild zu verbinden.

 

Ziel
Einüben des Infinitives mit zu

Dauer
10-15 Minuten

Sozialform
Plenum

Material
keins

Infinitiva und der schöne Jonas

Es war einmal ein Mädchen. Es hieß Infinitiva. Es fing an, sein Leben zu planen. Ihr wurde angeboten, einen hübschen Prinzen zu heiraten. Er bemühte sich, eine schöne Hochzeit vorzubereiten, aber er hatte dabei nicht an die Kosten gedacht. Er bat seinen Vater, sie zu übernehmen, aber der wollte nicht. Also hat der Prinz aufgehört, die Hochzeit zu planen, denn er war zu geizig, sie selbst zu bezahlen. Infinitiva begann, furchtbar zu weinen, als sie das hörte. Jeden Tag dachte sie daran, wie schön es gewesen wäre, mit dem Prinzen ein langes glückliches Leben zu führen. Es gelang ihr einfach nicht, den Schmerz zu vergessen.

Sie beschloss, sich zu rächen. Ihr Diener, der schöne Jonas, sollte ihr helfen, dem Prinzen eine Falle zu stellen. Er musste versprechen, niemandem etwas von ihren Plänen zu erzählen. Zunächst weigerte er sich mitzumachen und warnte Infinitiva davor, sich mit der Königsfamilie anzulegen. Ihr etwas zu verbieten, dazu war er nicht in der Position, aber es schien ihm auch zu gefährlich, sie damit alleine zu lassen. Er war bereit und entschlossen, für sie zu sterben, wenn es sein musste.

Infinitiva hatte die Absicht, dem Prinzen das zu nehmen, was ihm das Wichtigste war: Geld. Sie hatte vor, den Prinzen zu entführen und vergaß dabei völlig, die Realität einzuschätzen. Sie glaubte einfach fest daran, es zu schaffen. Jonas kannte eine alte Frau im Wald, die versuchen könnte, ihnen zu helfen. Sie hatte magische Kräfte und immer Lust und Spaß dabei, andere zu ärgern. Eigentlich hatte er Angst, sie zu fragen, aber er hatte das Problem, keinen anderen Plan zu haben. Infinitiva erlaubte ihm, zu ihr zu gehen.

Also machte sich Jonas auf den Weg und war erstaunt darüber, sie schon nach ein paar Metern zu treffen. Janga, so hieß die alte Hexe, kam näher und Joans hatte keine Zeit mehr wegzurennen, wie er es am liebsten täte. Er war überzeugt davon, gleich sterben zu müssen. Aber die Alte war sehr freundlich und sie sagte, es sei richtig, dem Prinzen eine Lektion zu erteilen.

Und so half sie Jonas und ließ den Prinzen einen Monat in einer Schreinerei arbeiten, wo es kaum etwas zu essen

gab, die Menschen aber nett und liebevoll miteinander umgingen. Infinitiva konnte ihn in der Zauberkugel von Janga dabei beobachten. Nachdem der Prinz wieder in seinem Schloss war, hatte er verstanden, dass es falsch war, eine Hochzeit nur aus Geldgründen abzusagen und er ritt zum Haus von Infinitiva, um sich zu entschuldigen. Sie nahm die Entschuldigung an, hatte aber auch etwas gelernt: Es ist nicht wichtig, einen Prinzen heiraten zu müssen, nur weil er ein Schloss hat und Macht. Die Liebe zählt und der Mut und so war es ihr eine Freude, mit ihrem schönen Diener Jonas vor den Altar zu treten.

ENDE

Für eine detaillierte Zusammenfassung der wichtigsten Nebensätze verweise ich gerne auf die Übersicht hier. Für ein interaktives Märchenerlebnis im Onlineunterricht lade ich Sie ein, diesen Blogbeitrag  zu lesen. Hier finden Sie Lernspielkarten, mit denen Verben trainiert werden können. Die Erklärungen zum Infinitiv mit zu gibt es hier.

                                                Bild für canva: GettyImages.

 

 Über den Blog

Der Blog ist als daf-daz-didaktik-blog 2015 aus der leidenschaftlichen Idee entstanden, Material und Methoden zu teilen, um gemeinsam besseren Unterricht machen zu können. Noch immer finde ich das einen wunderbaren Gedanken, denn was bin ich allein und was sind wir alle zusammen!

Mein Name ist Claudia Böschel und ich poste hier regelmäßig und freue mich, auch Ihre Ideen und Arbeitsblätter mit aufzunehmen. Schreiben Sie mir dazu gerne: info@variadu.de

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