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Du stellst eine Frage. Stille. Nach einer gefühlten Ewigkeit rufst du die erste Hand auf, und die Ewigkeit war eine Sekunde. Der Wartezeit-Trainer misst, wie lange du beim Üben wartest, bevor du aufrufst. Und im Kurs zeigt er der Gruppe die Denkzeit als Kreis, damit alle die Stille mit dir aushalten.

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Zwei Modi: Selbst testen für dich allein, Im Kurs: Denkzeit zeigen für die Gruppe.

Wartezeit-Trainer

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Lies die Frage laut vor, als stündest du vor deiner Gruppe. Dann drück „Frage ist gestellt“. Sobald du jemanden aufrufen würdest, drückst du noch einmal.

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Worum es geht

Nach einer Frage fühlt sich Stille vorne lang an. Hinten ist sie oft zu kurz zum Denken. In Beobachtungen von Mary Budd Rowe warteten Lehrkräfte nach einer Frage meist nur rund eine Sekunde. Wer drei Sekunden und länger wartete, bekam längere Antworten, und mehr Lernende meldeten sich.

Rowe (1986): Wartezeit nach Fragen

Im Kurs zeigt „Denkzeit“ für alle sichtbar, wie lange noch gedacht wird. So hält die Gruppe die Stille mit dir aus.

Warum drei Sekunden so viel ausmachen

Mary Budd Rowe hat Unterrichtsgespräche beobachtet und gemessen, wie lange Lehrkräfte nach einer Frage warten. Meist war es kaum mehr als eine Sekunde. Wer drei Sekunden und länger wartete, bekam längere Antworten, und mehr Lernende meldeten sich. Die Befunde stammen aus Schulklassen. Dass sich die Zeit vorne viel länger anfühlt, als sie ist, kennt aber jede Trainerin.

Literatur

Rowe (1986): Wartezeit nach Lehrerfragen und ihre Wirkung

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