Stell dir vor, du hörst einen Punkt. Nicht siehst. Hörst.
Pff.
Oder ein leises hm.
Und jetzt stell dir ein Fragezeichen vor.
Natürlich klingt das anders.
Höher. Offener. Vielleicht wie ein hä?
Allein dieser Gedanke bringt schon Bewegung ins Gehirn. Und genau darum geht es hier.
Wenn Lernen Spaß macht, bleibt es hängen. Wenn es den Körper einbezieht, noch mehr. Und wenn gelacht wird – Bingo! – dann arbeitet das Gehirn auf Hochtouren.
Diese Übung bringt Aufmerksamkeit zurück auf etwas, das sonst untergeht:
Rhythmus, Struktur und Bedeutung von Sprache.
Satzzeichen hören
Dauer
5–10 Minuten
Setting
Gruppenarbeit (3–6 Personen pro Gruppe)
Geeignet für Sprachunterricht, Fremdsprachen, Training und Erwachsenenbildung
Ziel
Satzzeichen bewusst wahrnehmen, Sprachrhythmus und Satzmelodie hörbar machen, Aufmerksamkeit für Struktur von Sprache fördern
Ablauf
Satzzeichen verteilen
Jede Gruppe erhält verschiedene Satzzeichen (z. B. Punkt, Fragezeichen, Ausrufezeichen).
Geräusche erfinden
Die Gruppe überlegt sich für jedes Satzzeichen ein passendes Geräusch
(z. B. Husten, Klatschen, Stampfen, „Hm?“).
Text auswählen
Eine Person aus der Gruppe liest einen bekannten Dialog oder kurzen Text laut vor.
Geräusche einsetzen
Die restlichen Gruppenmitglieder machen bei jedem Satzzeichen das passende Geräusch.
Wiederholen & üben
Der Text wird mehrmals gelesen, bis Timing und Zusammenspiel gut funktionieren.
Diese Übung sollte regelmäßig eingesetzt werden. Als Auflockerung oder Einstieg.
Download
Satzzeichen hören – PDF
(Eignet sich perfekt zum Ausdrucken und direkten Einsatz im Training)
Fazit
Wenn Sprache hörbar wird, wird sie begreifbar. Und wenn Lernen spielerisch ist, bleibt es hängen. Oder anders gesagt:
Manchmal reicht ein kleines Pff.
Und das Gehirn sagt: Aha.






