Warum Grammatik in Marmeladengläsern steckt – und ich jetzt auf einer Bühne stehe
Als Lehrkraft frage ich mich oft:
Wie bleibt Wissen hängen – wirklich hängen?
Wie schaffen wir es, dass Grammatik nicht nur verstanden, sondern gefühlt wird?
Dass Lernen leicht sein darf – und trotzdem tief wirkt?
Mit dieser Frage stehe ich seit Jahren im Klassenzimmer.
Und nun – plötzlich – auch auf einer Bühne.
Ich bin Teilnehmerin bei „Germany’s Next Speaker Star 2025“.
Und ich geb’s ehrlich zu: Mein Kopf sagt „Go!“, meine Knie sagen „Oh no.“
Aber mein Herz weiß:
Diese Botschaft muss raus.
Denn genau das ist mein Thema – das Lehren, das bleibt. Das Lernen, das wirkt.
Nicht höher, schneller, lauter.
Sondern klarer, echter, näher.
Und manchmal… beginnt alles mit einem Marmeladenglas.
Grammatik sichtbar und greifbar machen
In meinen Kursen nutze ich gerne Marmeladengläser oder Briefumschläge.
Was simpel klingt, ist ein echtes Lern-Tool – weil es unser Gehirn dort abholt, wo es Struktur braucht.
Ein Beispiel:
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Du schreibst Nomen auf kleine Kärtchen.
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Dann bereitest du Gläser vor – eins mit „-e“, eins mit „-er“, eins mit „-n“ usw.
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Die TN sortieren die Wörter – in Einzelarbeit, Partnerarbeit oder als Station.
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Du kontrollierst am Ende – oder die Lernenden übernehmen das selbst.
Ziel: Grammatik selbst entdecken, sortieren, spüren
Dauer: 5–10 Minuten
Varianten: Perfektformen, Präpositionen, trennbare Verben …
Warum das funktioniert: gehirneffizientes Lernen in Aktion
Diese Übung ist mehr als „ein bisschen Basteln“.
Sie aktiviert zentrale Prinzipien gehirngerechten Lernens:
Haptik = Verankerung
Nach Vera F. Birkenbihl gilt: Lernen ist umso nachhaltiger, je mehr Sinne beteiligt sind.
Indem Lernende die Zettel anfassen, bewegen, einsortieren, wird Grammatik begreifbar im wahrsten Sinne. Das körperliche Tun hilft dem Gehirn, abstrakte Informationen zu strukturieren.
Eigenaktivität = Ownership
Lernen passiert nicht passiv, sondern durch eigenes Tun.
Das Sortieren gibt Verantwortung ab – und Vertrauen zurück.
Die Lernenden erleben: „Ich kann das!“
Und das verändert Haltung – nicht nur Wissen.
Was das alles mit meiner Speaker-Reise zu tun hat?
Ich spreche für ein Lernen, das nicht nur funktioniert, sondern nachhaltig berührt.
Für Unterricht, der mitdenkt – und mitfühlt.
Und genau dafür stehe ich jetzt auf einer echten Bühne.
Ich bringe mein Wissen mit – und meine Leidenschaft für gehirnfreundliches Lehren.
Denn ich glaube: Bildung darf mehr sein als Vermittlung.
Sie darf verbinden. Inspirieren. Brücken bauen.
Willst du mich unterstützen? Dann brauchst du nur eins: Deine Stimme.
Hier kannst du für mich abstimmen.
Das geht schnell – und bedeutet mir viel.
Denn es geht nicht nur um mich. Es geht um das, was ich vertrete:
Lernen, das wirkt.
Danke für deinen Support.
Und vielleicht ja auch: fürs Ausprobieren mit den Marmeladengläsern.
Wenn du Lust auf weitere praxiserprobte Methoden für den Unterricht hast, stöbere gern in meinem anderen Blogartikel hier – vielleicht ist etwas für Ihren Unterrichtsalltag dabei.
Wenn du noch mehr gehirnfreundliche Ideen rund um Grammatiksuchen suchst, dann empfehle ich dir dieses Buch hier.
Lust, die Marmeladenglas-Methode gleich im Unterricht auszuprobieren? Hier gibt’s das kostenlose PDF mit Anleitung: Download.






