Kreativ im DaF/DaZ-Unterricht – Das Bild ist fertig, der Satz fehlt noch
„Was sehen Sie auf dem Bild?“ Die Gruppe zeigt, nickt, lacht. Alle haben verstanden. Dann soll jemand einen Satz sagen, und es wird still. Bild und Farbe tragen eine Gruppe ein gutes Stück, wenn die Wörter noch fehlen. Den letzten Schritt zur Sprache macht ein Satzmuster: Mit Schattenbild, Wortmosaik und Metaphernwand, von A1 bis B2.
Im Bild versteht die Gruppe alles. Einen Satz sagt trotzdem niemand. Drei Wege vom Bild zum Satz.
Verstanden ist noch nicht gesagt
Integrationskurs, A2, Montagmorgen. Du hängst ein großes Wimmelbild vom Wochenmarkt an die Wand. Sofort geht es los: Jemand zeigt auf den Mann, dem die Äpfel runterfallen, die Gruppe lacht, eine Teilnehmerin tippt auf die Frau mit dem Hund und schüttelt den Kopf. Alle haben alles verstanden. Dann sagst du: „Beschreiben Sie bitte das Bild.“ Und es wird still. Nach einer Weile kommt: „Äpfel. Mann. Äh … fallen.“
Zwei Dinge passieren da. Erstens ersetzt das Bild die Sprache, statt zu ihr zu führen. Wer zeigen kann, muss nichts sagen, und die Gruppe versteht sich trotzdem. Zweitens ist der Sprung zu groß. Zwischen „Ich sehe es“ und einem ganzen deutschen Satz liegen Wortschatz, Artikel, Verbposition und der Mut, vor allen etwas Falsches zu sagen. Das Bild hat die Arbeit bis zur Hälfte gemacht. Die zweite Hälfte fehlt.
Diese Seite baut die zweite Hälfte. Jeder Weg beginnt mit etwas Sichtbarem, einem Schatten, farbigen Wortschnipseln oder einer Wand voller Bilder, und jeder endet in einem Satz, gesprochen oder geschrieben, mit Satzmuster für das jeweilige Niveau. Wenn du mit Bildpaaren und klaren Aufträgen vom Sehen ins Sprechen willst, findest du das unter Sprechen mit Bildern. Eigene Texte im Sprachkurs stehen unter Schreibanlässe im Sprachkurs. Weitere Formen, Inhalte sichtbar zu machen, findest du unter Visualisieren im Unterricht und Seminar. Hier geht es um Erwachsene, die eine neue Sprache lernen, und um den Moment, in dem das Bild schon da ist und der Satz noch nicht.
Auf einen Blick
Drei Wege vom Bild zum Satz
Schattenbild: Die Lampe zeichnet, die Gruppe spricht. In einem Stoffbeutel liegen zehn Alltagsgegenstände mit klarer Form: Schneebesen, Gabel, Wäscheklammer, Tasse, Kamm, Schlüssel, Zange, Spielzeugauto, Teebeutel, Flaschenöffner. Jedes Paar bekommt ein weißes Blatt und eine Schreibtischlampe oder lehnt ein Handy mit Taschenlampe an eine Tasse. Die Paare bildet der Gruppeneinteiler, bei ungerader Zahl gibt es eine Dreiergruppe. Eine Person zieht verdeckt einen Gegenstand, hält ihn schräg ins Licht und dreht ihn so lange, bis der Schatten seltsam aussieht. Die andere fährt den Umriss mit Bleistift nach. Dann wandert der Gegenstand zurück in den Beutel, ohne dass ein anderes Paar ihn sieht. Im Phasen-Timer laufen dafür vier Minuten. Danach tauschen je zwei Paare ihre Schattenbilder und raten. Geraten wird nur im Satz, die Satzmuster stehen an der Tafel. A1: „Das ist ein … / eine … .“ „Es ist lang / rund / klein.“ A2: „Ich glaube, das ist …, weil … .“ B1: „Es könnte ein … sein. Man braucht es zum … .“ B2: Der Schatten wird zum Symbol. „Wenn dieser Schatten ein Gefühl wäre, dann wäre er … .“ Nach drei Versuchen holt das Paar den Gegenstand aus dem Beutel. Zum Schluss schreiben beide einen Satz unter ihr gemeinsames Schattenbild, auf A1 genügt der Satz vom Raten, auf B2 der Symbolsatz. Wer möchte, hängt das Blatt an die Wand. Deine Ansage: „Sie müssen nicht malen. Die Lampe malt. Sie fahren nur nach.“ Passt ab A1 und in Alpha-nahen Gruppen, nach Wortschatz zu Küche, Wohnen und Alltag. Kippt, wenn das Raten zum Zeigen wird. „Das! Das!“ und ein Fingerzeig ersetzt den Satz. Darum gilt: Ein Treffer zählt nur im Satz, auch wenn der Satz holpert.
Wortmosaik: Farbige Schnipsel werden zu Sätzen. Vor dem Kurs schreibst du rund 25 Wörter aus der letzten Einheit auf Papierschnipsel, zum Beispiel zum Thema Arztbesuch. Nomen kommen auf blaue Schnipsel, Verben auf orange, alles andere auf weiße, etwa ich, Sie, heute, morgen, nicht, ein, eine, zum, mit, und, weil und ein Schnipsel mit einem Punkt. Verben schreibst du gleich in der gebrauchten Form, also brauche, gehe, habe. Großgeschrieben wird beim Abschreiben ins Heft. Dazu drei leere Schnipsel für eigene Wörter. Jede Dreiergruppe bekommt einen Umschlag mit diesem Satz Schnipsel und ein A3-Blatt. Die Aufgabe: So viele richtige Sätze legen wie möglich, und zwar wie ein Mosaik. Ein Wort darf zu zwei Sätzen gehören, einer läuft waagerecht, der andere senkrecht hindurch. Die Farbe macht die Grammatik sichtbar: In jedem Hauptsatz liegt das konjugierte Verb an Position zwei, also nach dem ersten Satzteil. „Am Montag“ ist ein Satzteil. Bevor der nächste Satz gelegt wird, liest eine Person den letzten Satz laut vor. Im Phasen-Timer laufen zehn Minuten. A1: „Ich + Verb + Nomen“, etwa „Ich brauche ein Rezept.“ A2: Der Satz beginnt mit der Zeit, das Orange bleibt an Position zwei: „Morgen gehe ich zum Arzt.“ B1: Ein Satz mit „weil“, das Orange wandert ans Ende: „…, weil ich Fieber habe.“ B2: Derselbe Gedanke zweimal, mit „obwohl“ und mit „trotzdem“: „Obwohl ich Fieber habe, gehe ich zur Arbeit.“ / „Ich habe Fieber. Trotzdem gehe ich zur Arbeit.“ Danach gehen die Gruppen reihum zu einem anderen Mosaik, lesen einen Satz laut und prüfen nur eines: Steht das Orange richtig? Zum Schluss schreibt jede Person zwei Sätze aus dem eigenen Mosaik ins Heft und tauscht in einem davon ein Wort gegen ein eigenes aus. Deine Ansage: „Ein Wort darf in zwei Sätzen stehen. Wie ein Stein im Mosaik. Aber jeder Satz wird laut gelesen, bevor der nächste kommt.“ Passt nach Einheiten zur Satzstellung, zu Nebensätzen und zur Wiederholung. Im Alpha-Kurs kleben auf den blauen Schnipseln kleine Bilder neben dem Wort. Kippt, wenn die Gruppe schweigend schiebt. Dann entsteht ein schönes Mosaik, und die Sprache bleibt im Kopf.
Metaphernwand: Jede Sprache hat ihre eigenen Bilder. An der Wand hängen zwölf große Bilder oder Symbole, ohne Text: Brücke, Berg, Baustelle, Labyrinth, Garten, Zug, Treppe, Puzzle, Gewitter, Koffer, Schlüssel, Baum. Darüber steht ein Satzanfang zum Kursthema, zum Beispiel „Deutsch lernen ist wie …“, „Die erste Woche im neuen Job ist wie …“ oder „Ein Behördenbrief ist wie …“. Jede Person bekommt zwei orange Klebepunkte und klebt sie auf die Bilder, die für sie passen. Dann schreibt sie zu einem ihrer beiden Bilder einen Satz auf einen Papierstreifen. A2: „Deutsch lernen ist wie eine Treppe.“ B1: „… ist wie …, weil … .“ B2: „Für mich ist das eher ein … als ein …, denn … .“ Die Streifen kommen unter das passende Bild. Im zweiten Schritt öffnest du die Wand für andere Sprachen. Du beginnst selbst mit einem deutschen Ausdruck, zeichnest ihn wörtlich an die Tafel, zum Beispiel „Ich verstehe nur Bahnhof“, und fragst: „Was ist gemeint?“ Dann die Frage an alle: „Kennen Sie ein Bild aus einer Sprache, die Sie sprechen, für ‚schwierig‘, ‚Glück‘ oder ‚zu spät‘?“ Wer eines kennt, schreibt es wörtlich übersetzt auf einen Streifen: „Wörtlich heißt das: … . Gemeint ist: … .“ Die Gruppe rät zuerst, dann erklärt die Person. Wer keinen Ausdruck mitbringen möchte, erfindet einen. Für die Vorleserunde nummerierst du die Streifen, die Zufallsauswahl zieht drei Nummern, Passen ist erlaubt. Deine Ansage: „Es gibt keine falsche Metapher. Nur eine, die wir noch nicht verstehen. Erklären Sie uns Ihre.“ Passt ab A2, gut als Einstieg in ein neues Thema und in Gruppen mit vielen Sprachen. Kippt, wenn aus Sprachen Länder werden. „Bei euch sagt man doch …“ macht aus einer Person eine Nation. Darum spricht jede Person in der Ich-Form: „Ich kenne den Ausdruck …“. Ein Bild gehört dem Menschen, der es mitbringt, nicht seinem Pass. Wie Metaphern Denken und Gespräche in anderen Gruppen öffnen, steht unter Metaphernarbeit.
Zwei Kurse, zwei Entscheidungen
Situation: Integrationskurs mit Alphabetisierung, Stufe A1, zehn Erwachsene, einige schreiben erst seit wenigen Wochen in lateinischer Schrift. Die Einheit „Küche“ ist durch, aber gesprochen wird fast nur in einzelnen Wörtern. Du entscheidest dich für das Schattenbild. An der Tafel stehen nur zwei Satzmuster, und ihr sprecht sie zweimal im Chor: „Das ist ein … .“ „Das ist eine … .“ Ein Paar zieht den Schneebesen, der Schatten sieht aus wie eine Glühbirne. Deine Ansage: „Nicht zeigen. Sagen. Ein Satz, auch wenn er nicht perfekt ist.“ Das andere Paar sagt: „Das ist eine Lampe.“ Dann: „Das ist ein … Löffel?“ Beim dritten Versuch hilft die Wortkarte an der Wand: „Das ist ein Schneebesen.“ Die ganze Gruppe wiederholt das Wort. Unter das eigene Schattenbild schreibt jede Person den Satz, mit dem geraten wurde. Wer noch nicht schreiben kann, schreibt das Wort von der Karte ab.
Situation: Berufssprachkurs B2 für Pflegekräfte, vierzehn Erwachsene, acht Herkunftssprachen. Das Thema Nachtdienst steht an, aber die Gruppe redet nur über Dienstpläne und Zuschläge. Du entscheidest dich für die Metaphernwand mit dem Satzanfang „Eine Nachtschicht ist wie …“. Die meisten Punkte landen auf dem Zug und auf dem Labyrinth. Im zweiten Schritt schreibt eine Teilnehmerin einen Ausdruck aus ihrer Erstsprache wörtlich auf: „Die Nacht hat lange Arme.“ Die Gruppe rät, gemeint ist: Nachts dauert alles länger. Deine Ansage: „Sie erklären Ihren Ausdruck, nicht Ihr Land. Wer will, sagt, wo er ihn gehört hat.“ Danach schreibt jede Person einen B2-Satz auf den Streifen, etwa: „Für mich ist der Nachtdienst eher ein Zug als ein Labyrinth, denn ich weiß, wann er ankommt.“ Am Ende reden alle über Müdigkeit, Verantwortung und Stille, auf Deutsch.
Was den Weg vom Bild zur Sprache verdirbt
„Ich kann nicht malen.“ Den Satz hörst du in jedem Kurs, oft schon, bevor jemand den Stift anfasst. Darum muss hier niemand malen. Die Lampe zeichnet den Schatten, die Schnipsel liegen schon fertig im Umschlag, die Bilder hängen an der Wand. Und kein Bild wird bewertet. Was ein Schattenbild bedeutet, sagt die Person, die es gemacht hat, nicht du. An die Wand kommt nur, was jemand zeigen will.
Das Bild ist die Brücke, nicht das Ziel. Jede Phase endet mit einem Satz, und die Satzmuster stehen an der Tafel, bevor das Bild auftaucht, nicht danach. In Alpha-nahen Gruppen sprichst du das Muster vorher im Chor mit allen, erst dann kommt der eigene Satz. Holpernde Sätze zählen. Wir probieren nur, dem Gehirn reicht der Versuch. Du korrigierst nicht dazwischen, sondern sagst den Satz einmal richtig zurück, freundlich und nebenbei: „Ah, Sie meinen: Das ist eine Gabel.“
Gib der Erstsprache einen Platz. Notizen in der eigenen Sprache sind erlaubt, Ausdrücke aus anderen Sprachen sind auf der Metaphernwand ausdrücklich erwünscht. Der Satz am Ende steht auf Deutsch. Wenn du mit echten Kunstwerken weiterarbeiten möchtest, findest du in Talk through art Wege, mit Kunst ins Gespräch zu kommen, ohne dass jemand Kunstgeschichte können muss.
Vor einem Bild spricht, wer etwas Eigenes sagen darf
Tanja Fohr hat im Fach Deutsch als Fremd- und Zweitsprache an der Universität Kassel mit Studierenden digitale Museumsrallyes zu Kunstwerken entwickelt und mit 26 Lernenden zwischen 17 und 28 Jahren aus zwei B2-Kursen eines Sprachinstituts erprobt. Ihre Ausgangslage: Führungen überfordern nach ihrer Einschätzung selbst Lernende auf B2- und C1-Niveau schnell, dann verlieren sie das Interesse am Inhalt und an der Kunst. Ihre Beobachtungen in der Erprobung: Aufgaben, die nach dem ersten Eindruck fragten, ein Rollenspiel mit einer Bildfigur oder kreatives Schreiben verlangten, brachten dagegen persönliche und vielfältige Äußerungen hervor. Und Gruppen mit einem gemeinsamen Handy sprachen mehr miteinander als Gruppen, in denen jede Person auf ihrem eigenen Gerät arbeitete. Es ist ein Erfahrungsbericht mit kleiner Erprobung, keine kontrollierte Studie, und junge Erwachsene an einem Sprachinstitut sind nur teilweise mit Integrations- oder Alpha-Kursen vergleichbar. Diego L. Albuquerque und Emilee Moore von der Universitat Autònoma de Barcelona haben einen viertägigen Workshop begleitet, in dem elf erwachsene Zugewanderte, die Katalanisch und Spanisch lernten, Collagen aus Gedichtzeilen gestalteten und daraus mehrsprachige Gedichte schrieben. Die Lernenden schrieben in mehreren ihrer Sprachen. Bei einer Teilnehmerin waren die Zeilen in der neuen Sprache keine wörtlichen Übersetzungen, sondern fügten Gefühle und Gedanken hinzu. Nur vier der elf schrieben am Ende ein Gedicht, eine Teilnehmerin hörte auf, weil ihr das Gedicht zu schwer war. Auch diese Studie ist klein und qualitativ. Für die Praxis heißt das: Ein Bild öffnet das Gespräch, wenn die Aufgabe nach dem Eigenen fragt, und die mitgebrachten Sprachen sind eine Ressource. Ob die drei Wege dieser Seite die Sprechfähigkeit messbar verbessern, haben beide Arbeiten nicht geprüft.
Vier Regeln vom Bild zum Satz
Mit diesen vier Regeln bleibt das Bild eine Brücke. Die vierte entscheidet, ob sich auch die Stillen trauen.
20 Minuten. Eine Frage. Viele neue Ideen.
Jeden Dienstag um 17:00 Uhr treffen wir uns live für einen kurzen Didaktik-Impuls mit echtem Praxisbezug. Du bringst deine Fragen aus Unterricht, Seminar oder Training mit und bekommst neue Perspektiven, konkrete Ideen und das Schwarmwissen der Gruppe. Kompakt, kollegial und so nah an deinem Alltag, dass du den nächsten Impuls direkt ausprobieren kannst.
Vier Bausteine und vier Situationen für kreative Methoden im Sprachkurs
Jeder Baustein beginnt mit etwas, das man sieht oder hört, und endet mit einem Satz.
Wortmosaik (Language Mosaic): Wörter auf farbigen Schnipseln werden wie ein Mosaik zu Sätzen gelegt. Nomen blau, Verben orange, und jeder Satz wird laut gelesen. Geräusch-Übersetzer (Sound Translator): Du spielst sechs Alltagsgeräusche vor, etwa Türklingel, Regen, Kaffeemaschine. Jede Person übersetzt eines in einen Satz: „Die Kaffeemaschine sagt: Gleich ist es fertig.“ B1: „Es klingt, als ob … .“ Schattenbild (Symbol Shadows): Ein Gegenstand wirft im Lampenlicht einen Schatten, der Umriss wird nachgefahren. Die anderen raten im Satz, auf B2 wird der Schatten zum Symbol. Metaphernwand: Zwölf Bilder an der Wand, ein Satzanfang darüber. Jede Person wählt ein Bild und schreibt ihren Vergleich, Ausdrücke aus anderen Sprachen sind erwünscht.
Alpha-nahe Gruppe A1: Schattenbild mit zwei Satzmustern, die vorher im Chor gesprochen werden. Wer noch nicht schreibt, schreibt das Wort von einer Wortkarte ab. Integrationskurs A2: Wortmosaik nach der Einheit zu Terminen. Der Satz beginnt mit „Morgen“ oder „Am Montag“, das Orange bleibt an Position zwei. Berufssprachkurs B2: Metaphernwand zum Berufsalltag, etwa „Eine Übergabe ist wie …“. Danach ein Satz mit „eher … als …, denn …“. Online-Kurs: Der Geräusch-Übersetzer funktioniert über das Mikrofon. Alle tippen ihren Satz in den Chat und schicken ihn erst auf dein Zeichen ab.
Häufige Fragen zu kreativen Methoden im DaF/DaZ-Unterricht
Was ist der Unterschied zu „Sprechen mit Bildern“?
Und was unterscheidet die Metaphernwand von der Metaphernarbeit?
Was mache ich in einer Alpha-nahen Gruppe?
Was sage ich, wenn jemand „Ich kann nicht malen“ sagt?
Funktioniert das auch online?
Talk through art
Wenn die Gruppe schon über einen Schatten und eine Metapher ins Reden kommt, trägt ein echtes Kunstwerk noch weiter. In „Talk through art“ findest du Wege, mit Bildern ins Gespräch zu kommen, bei denen jede Wahrnehmung zählt.
Fazit
Ein Bild versteht die Gruppe sofort. Den Satz dazu nicht. Kreative Methoden im Sprachkurs tragen deshalb nur, wenn jeder Weg in Sprache mündet: Der Schatten wird im Satz geraten, das Mosaik wird laut gelesen, die Metapher wird erklärt. Die Satzmuster stehen vorher an der Tafel, holpernde Sätze zählen, und niemand muss malen können. Dann wird aus „Äpfel. Mann. Äh … fallen.“ irgendwann: „Dem Mann fallen die Äpfel runter.“