Mündliche Prüfung BSK

Die neue B2-Berufsprüfung bringt einige Änderungen mit sich, die es für Lehrkräfte wichtig machen, sich damit auseinanderzusetzen, um ihre Schülerinnen und Schüler optimal darauf vorzubereiten.

Wie ist die Prüfung aufgebaut, was sind die Unterschiede zum alten Format, was wird von den TN verlangt?

 

In dem Online-Seminar für Cornelsen gebe ich Antworten auf viele organisatorische Fragen zu der B2-Berufsprüfung. Wie ist die Prüfung aufgebaut, wie wird sie bewertet uws.? Gemeinsam mit den anwesendenen Kursleiterinnen haben wir Stolpersteine und passende Lösungen gesucht. Im zweiten Teil gebe ich dann ein paar Tipps für die Binnendifferenzierung und die Einbettung der Prüfungsvorbereitung in den sowieso schon vollgepackten Unterricht.  Weitere ergänzende Antworten z.B. im Hinblick auf die mündliche Prüfung folgen hier im Anschluss.

 

Wer auch schon etwas zu der Prüfung erarbeitet hat, ist herzlich eingeladen, dies hier mit uns zu teilen (einfach per Mail an mich und ich erweitere dann diesen Post stückweise), damit nicht jeder und jede für sich wieder von vorn beginnen muss mit der Vorbereitung. Das könnten Wortschatzlisten zu Synonymen sein, Links zu passenden Texten oder Arbeitsblätter. Ich würde so gerne diesen Blog noch mehr als Austauschplattform sehen, denn alle von uns stecken in der gleichen Situation und suchen immer passendes Material.

 

Teil 1A der mündlichen Prüfung BSK B2: 8 Themen

Im Video konnte die Frage nach dem ersten Teil der mündlichen Prüfung nicht abschließend beantwortet werden, deshalb hier erste Ergänzungen:

Die Zusammenstellung der Prüfungspaare wird durch die Prüfungsverantwortlichen entschieden. Die TN erhalten zwei Themen aus einer Auswahl von acht. Eines davon wählen sie und sprechen zwei Minuten lang darüber. Das heißt, alle der folgenden acht Themen müssen im Unterricht vorbereitet werden:

  1. Einen Arbeitgeber/ eine Arbeitgeberin beschreiben, für den/die man schon gearbeitet hat oder gerne arbeiten möchte

Hier kann man länger über die Branche sprechen, Produkte und Dienstleistungen erwähnen, die dort angeboten wurden, die verschiedenen Abteilungen vorstellen und über Besonderheiten sprechen.

Empfehlenswert finde ich für die Prüfungsvorbereitung generell immer mal den Lernzielkatalog abzugleichen, weil dort passende Register und Textsorten aufgeführt werden, die uns wieder auf neue Ideen bringen, welche wir zu dem jeweiligen Handlungsziel noch mit einbringen könnten. Für die acht Themen ist es nicht immer passgenau, aber es gibt gute Anregungen, weshalb ich hier die Verweise jeweils mit setzen möchte. Hier ist es z.B. im Lernzielkatalog S. 163 41.2 „Kann die eigene Firma und die dortige Tätigkeit beschreiben.“

  1. Ein gutes Arbeitsumfeld beschreiben, das man entweder schon aus der eigenen Berufserfahrung erlebt hat (oder eben nicht).

Dazu gehören Themen wie Gehalt, Karrierechancen, innerbetriebliche Kommunikation, Jobsicherheit etc.) Im Lernzielkatalog sind das z.B. auf S. 39 6.6. „Kann frühere Arbeitsstellen beschreiben und sagen, wie die künftige Stelle sein soll.“ Und 6.8. 6.8 „Kann Einverständnis mit bestimmten Arbeitsbedingungen oder eigene Vorstellungen äußern und Rückfragen stellen“ und S. 40 6.9 „Kann eigene Vorstellungen zur Bezahlung äußern, begründen und ggf. einen Kompromiss formulieren“

  1. Hier sind es die eigenen Erfahrungen und möglichen Ereignisse, die die Berufswahl beeinflusst haben.

Es können bestimmte Stationen beschrieben oder Personen genannt werden, die wichtig waren oder andere motivierende Situationen. Im Lernzielkatalog passt dazu z.B. S. 163 41.1 „Kann Informationen über das eigene Profil geben.“

  1. Ein berufliches Vorbild ist hier gefragt – irgendeine Person aus dem direkten beruflichen Umfeld mit ihren Eigenschaften.

Welche Beziehung haben Sie zu dieser Person, welchen Einfluss hat Sie auf Sie usw.? Da finden sich keine passenden Stellen im Lernzielkatalog

  1. Wie suchen Sie Arbeit in einem Land Ihrer Wahl? Wie gehen Sie vor? Wie finden Sie Angebote? Müssen Sie sich bewerben? Wie sehen die Bewerbungsunterlagen aus? Gibt es ein Gespräch etc.?

Dieses Thema wird sehr ausführlich in BSK behandelt und wird ausführlich im Lernzielkatalog unter Punkt 5 ab S. 36 in verschiedenen Handlungszielen beschrieben. Das, was hier dann zusätzlich erarbeitet werden muss, ist der Vergleich zum Heimatland.

  1. Was ist wichtig in einem Bewerbungsgespräch in einem Land der eigenen Wahl? Wie bereitet man sich darauf vor, welche Kleidung trägt man, was sind typische Fragen?

Auch dieser Punkt ist leicht zu beantworten und wird ausführlich im Lernzielkatalog unter Punkt 6 ab S. 37 behandelt.

  1. Ein Produkt oder eine Dienstleistung soll beschrieben werden.

Die TN sind da frei, was genau sie wählen. Themen sind zum Beispiel die einzelnen Merkmale, der Nutzen für die Kundschaft, Vor- und Nachteile etc. Hier springt uns schon gleich das Grammatikthema „Passiv“ ins Gesicht, nicht wahr? Im Lernzielkatalog findet man dazu z.B. auf S. 104 den Punkt 23.2.„Kann Auskünfte über Produkte/Verfahrensweisen/Arbeitsabläufe/Leistungen erteilen“

  1. Hier geht es um das große Thema der Selbstständigkeit. Die TN sollen eine Geschäftsidee beschreiben.

Dazu gehört der Produktname und dessen Eigenschaften, die Besonderheiten und für an wen es verkauft werden soll.Das ist mein absolutes Lieblingsthema, weil es so schön kreativ ist. Natürlich ist es für die TN am leichtesten über sich selbst zu sprechen, weshalb wahrscheinlich Thema 2 und 3 öfter gewählt werden, aber da ja alle Themen vorbereitet werden müssen, freue ich mich besonders darauf, hier mit ihnen der Fantasie freien Lauf lassen zu können.Im Lernzielkatalog passt S. 132 der Unterpunkt 33 ab Seiten 132. Da geht es um Produktpräsentationen.

Fazit

Die acht Themen sind praxisbezogen, spiegeln die Realität der Berufswelt wider und es ist sicherlich sinnvoll, sich als TN damit intensiv zu beschäftigen, um flüssiger zu sprechen.

 

Bild fūr canva GatyImages.

 

 

 Über den Blog

Der Blog ist als daf-daz-didaktik-blog 2015 aus der leidenschaftlichen Idee entstanden, Material und Methoden zu teilen, um gemeinsam besseren Unterricht machen zu können. Noch immer finde ich das einen wunderbaren Gedanken, denn was bin ich allein und was sind wir alle zusammen!

Mein Name ist Claudia Böschel und ich poste hier regelmäßig und freue mich, auch Ihre Ideen und Arbeitsblätter mit aufzunehmen. Schreiben Sie mir dazu gerne: info@variadu.de

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